Überbetriebliche Bildungsstätte in Biberach erhält 2,84 Mill. € Fördermittel für Neubau eines Werkstattgebäudes - 20.12.18

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„Ich freue mich als örtlicher Abgeordneter, aber auch als handwerkspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sehr, dass die überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Zimmerer für den Neubau eines Werkstattgebäudes rund 2,84 Millionen Euro Landesfördermittel erhalten wird“, so Thomas Dörflinger. Der technologische Wandel habe auch im Handwerk Einzug gehalten, deshalb müsse man den hohen Anforderungen an das Handwerk mit den neusten Ausbildungsmethoden und Inhalten begegnen.  Dafür sei eine qualitativ hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildung die Grundvoraussetzung, so Dörflinger weiter.

Das Land Baden-Württemberg verfügt über ein flächendeckendes Netz an überbetrieblichen Bildungsstätten, in denen schon heute ein Großteil der Ausbildung verbracht wird. Deshalb ist es wichtig diese Ausbildungsstätten zukunftsorientiert, auf dem neusten Stand der Technik zu halten. „Das Zimmerer-Ausbildungszentrum (ZAZ) in Biberach bildet bereits heute schon Lehrlinge im Zimmerer- und Holzbaugewerbe aus dem ganzen Land aus. Eine Modernisierung der Bildungsstätte ist dringend angesagt. Mit dieser Maßnahme tragen wir dazu bei, dass das baden-württembergische Zimmerer- und Holzbaugewerbe auch in Zukunft Maßstäbe setzt“, schließt Dörflinger.
 
Hintergrundinformation:
Das Wirtschaftsministerium trägt  25 Prozent der Kosten, der Bund beteiligt sich mit 45 Prozent und die Innung mit 30 Prozent.
 
Im Neubau der ZAZ werden künftig die Themenbereiche Holzhausbau sowie Sanierung konzentriert. Somit können die in der Ausbildungsordnung bzw. in den Rahmenplänen verankerten Inhalte zeitgemäß vermittelt werden. Im Erdgeschoss ist die zweigeschossige mit Kranbahn ausgestattete Werkstatthalle mit drei Werkstätten untergebracht. Diese ermöglicht die realitätsbezogene Unterrichtung des vollständigen Fertigungsprozesses eines Holzhausbaus. Mit direktem Zugang und Sichtbezug sind Materialräume und Ausbilderbüros daran angeschlossen. An die zweigeschossige Werkstatthalle schließt sich ein dreigeschossiger Riegel an. In diesem sind im Erd- und Obergeschoss weitere Werkstätten, ein Maschinenraum sowie Sanitär- und Umkleidebereiche untergebracht. Im dritten Obergeschoss befinden sich vier Theorieräume, Pausenbereiche sowie ein Außenpausenbereich mit Musterschaufläche auf der Dachfläche der zweigeschossigen Halle. Damit macht das Berufsförderungswerk einen großen Schritt zur Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur im Zimmerer- und Holzbaugewerbe.