Digitaler Austausch der Feuerwehr mit Innenminister Thomas Strobl - 24.2.21

Immer für uns da - die Feuerwehr!

„Die Feuerwehr - immer für uns da“: Innenminister Thomas Strobl und CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger im digitalen Austausch mit Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern.


Innenminister Thomas Strobl, politisch verantwortlich auch für das Feuerwehrwesen im Land, und CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger luden Feuerwehr-Kameradinnen und -Kameraden aus dem Kreis Biberach zum digitalen Austausch ein. „Immer für uns da, das sind die vielen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Was hier rund um die Uhr und überwiegend im Ehrenamt geleistet wird, ist enorm sinnvoll und bewundernswert. Innenminister Thomas Strobl und mir als ihr Wahlkreisabgeordneter sind die Anliegen der Feuerwehren daher stets wichtig“, sagte CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger.


Zu Beginn stellte Herbert Glutsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, seinen Verband vor. Dieser besteht aus 128 Ortsfeuerwehren und fünf amtlich anerkannten Werksfeuerwehren. Über 99 Prozent der rund 4.100 aktiven Feuerwehr-Leute engagieren sich ehrenamtlich. Hinzu kommen fast 800 Kinder- und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie rund 1.100 Damen und Herren in den Alters- und Seniorenabteilungen. Die erfreuliche Nachricht war, dass die Mitgliederzahlen auch in der Corona-Pandemie stabil geblieben seien.


Über allen Zahlen steht das Leitmotiv der Feuerwehren „Löschen - Bergen - Retten - Schützen“. Innenminister Strobl war in seinem Impuls-Vortrag voll des Lobes: „Die Feuerwehren im Kreis Biberach leisten hervorragende Arbeit. Die CDU steht ohne Wenn und Aber zum ehrenamtlichen Feuerwehrwesen. Üben, Dienstbetrieb und Einsätze waren auch während der Corona-Pandemie an der Tagesordnung. Dies verdient höchsten Dank und Anerkennung.“


In der im Mittelpunkt stehenden Diskussion wurden verschiedene Anliegen der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner vorgebracht. So hob Glutsch die Bedeutung der Jugendarbeit im Feuerwehrwesen hervor. Aber durch ausgefallene Lehrgänge und Übungen und fehlende Geselligkeit hätten sich die Corona-Einschränkungen stark auf die Nachwuchsgewinnung ausgewirkt. Wenn hier nicht jetzt schon gegengesteuert werde, müsse man in ein bis zwei Jahren mit Nachwuchsproblemen rechnen. Thomas Strobl antwortete, dass man sich diesem Problem sehr bewusst sei. Daher plane das Land eine landesweite Werbekampagne zur Nachwuchsgewinnung und organisiere erneut Blaulichttage, sobald es die Corona-Lage wieder zuließe. Zudem werde die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal um 25 Prozent vergrößert und damit die Aus- und Weiterbildungskapazität maßgeblich ausgebaut.


Mehrere Feuerwehrmänner schlugen Zuschläge an Entgeltpunkten in der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Innenminister Strobl sagte hierzu, dass die Absicherung der Gesundheit und Alterssicherung der Feuerwehrangehörigen für die CDU Ausdruck ihrer Wertschätzung und des Respekts für die ehrenamtlich geleistete Arbeit sei. In vielen Lebensbereichen werde ehrenamtlich gearbeitet und deshalb müsse auch hier der Gleichbehandlungsgrundsatz gelten. Die Feuerwehren könnten daher nicht vor Sport- oder Musikvereinen bevorzugt werden, abgesehen von den Kosten. Strobl nannte als eine CDU-Idee den Ehrenamtspass, der finanzielle Vorteile bringen würde. Herbert Glutsch bat den Minister, mehrere Vorschläge mit nach Stuttgart zu nehmen: den Wunsch der Feuerwehren nach einer besserer Altersabsicherung, die Anhebung des aktiven Alters auf 67 Jahre, eine höhere steuerfreie Aufwandpauschale und die uneingeschränkte Verwendung der Feuerschutzsteuer für Zwecke des Feuerschutzwesens.


Angesprochen wurde auch, dass Feuerwehr- und Rettungskräfte während des Einsatzes oft bedrängt und angegangen werden. „Gewalt gegen Rettungskräfte geht gar nicht. Es ist absolut unverständlich, wenn Einsatzkräfte bei ihrer Rettungsarbeit behindert, beschimpft oder gar tätlich angegriffen werden“, machte CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger deutlich. Innenminister Thomas Strobl will, dass solche Straftaten schärfer geahndet werden: „Ich setze mich dafür ein, dass für Gewalt gegen Rettungskräfte, ob Polizei oder Feuerwehr, der Verbrechenstatbestand ins Gesetz eingeführt wird und dann eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr droht.“


Abschließend bedankte sich Herbert Glutsch im Namen aller Feuerwehrleute bei Thomas Dörflinger und Minister Thomas Strobl für die Video-Diskussion. Er sei zuversichtlich, dass den Worten auch Taten folgen würden.

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