Donnerstag, 6. August 2026 von Thomas Dörflinger Vom Bau bis zur Eistheke: Dörflinger packt in regionalen Betrieben mit an
Baustelle statt Plenarsaal, Eistheke statt Schreibtisch: Thomas Dörflinger absolvierte zahlreiche Praktika in regionalen Betrieben.
Baustelle statt Plenarsaal, Eistheke statt Schreibtisch: Thomas Dörflinger absolvierte in den vergangenen Wochen zahlreiche Praktika in regionalen Betrieben. Der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Biberach und Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus will dabei Einblicke in deren Arbeitsalltag gewinnen und mit Unternehmern sowie Beschäftigten ins Gespräch kommen.
Zu den Stationen seiner Praktikumsreihe gehörte unter anderem die Stark GmbH aus Füramoos. Gemeinsam mit Geschäftsführer Hermann Stark und dessen Team packte er auf einer Baustelle in Warthausen-Oberhöfen selbst mit an. Dabei griff er zur Kelle, zog unter fachkundiger Anleitung eine Ziegelmauer hoch und verdrahtete Drahtgeflechte für Betonteile. „Wer politische Entscheidungen für das Handwerk trifft, sollte auch wissen, wie der Arbeitsalltag auf der Baustelle aussieht. Solche Praxiseinblicke sind äußerst wertvoll, um die Anliegen der Betriebe noch besser zu verstehen“, betonte Dörflinger.
Im Anschluss tauschte sich der Staatssekretär mit Vertretern der Bauinnung aus. Neben Philipp und Hermann Stark nahm auch Innungsobermeister Frank Schulz von der Fensterle Bauunternehmen GmbH teil. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Rahmenbedingungen für das Baugewerbe. Dabei sprachen sich die Vertreter der Branche für technologieoffene Förderprogramme aus. Förderungen für den Wohnungsbau dürften nicht auf einzelne Bauweisen beschränkt werden, sondern müssten allen nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauformen offenstehen.
Ein weiteres Thema war der Bürokratieabbau. Dörflinger verwies auf das Effizienzgesetz der Landesregierung, das der Ministerrat vor zwei Wochen verabschiedet hat. Zum Ende des kommenden Jahres sollen alle Dokumentations- und Berichtspflichten auf Landesseite auslaufen. Der Bund plant diesem Beispiel zu folgen. „Das ist ein echter Paradigmenwechsel. Künftig muss begründet werden, warum eine Regelung notwendig ist - und nicht umgekehrt. Das entlastet Betriebe und Verwaltung gleichermaßen“, so Dörflinger. Positiv bewerteten die Teilnehmer außerdem erste Erfahrungen mit dem sogenannten Bauturbo zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Dort, wo Kommunen die neuen Möglichkeiten nutzten, seien die Rückmeldungen aus der Praxis positiv.
Eine weitere Station seiner Praktikumsreihe war das Eiscafé by Rino in Ochsenhausen. Dort gewährten Rino und Gabriele Bernardi Einblicke in ihren traditionsreichen Familienbetrieb und das Handwerk der Speiseeisherstellung. Anschließend packte Dörflinger selbst mit an und bediente Kundinnen und Kunden sowohl in der Eisdiele als auch am Eis-Drive-In - dem ersten seiner Art in Europa. „Hinter jeder Kugel Eis steckt weit mehr als ein gutes Rezept. Das Praktikum hat mir gezeigt, mit wie viel Leidenschaft, handwerklichem Können und ausgesprochenem Unternehmergeist die Familie Bernardi ihren Betrieb führt. Solche Familienunternehmen sind ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Wirtschaft“, sagte Dörflinger.
Zum Abschluss zog Dörflinger ein positives Fazit: „Ob auf der Baustelle oder hinter der Eistheke - unsere mittelständischen Betriebe und Familienunternehmen leisten jeden Tag Enormes. Der direkte Austausch mit Unternehmerinnen, Unternehmern und ihren Beschäftigten hilft, politische Entscheidungen praxisnah zu treffen und die richtigen Rahmenbedingungen für unseren Wirtschaftsstandort zu schaffen.“