Dahler und Dörflinger im Austausch mit Fahrschulen: Gespräch zur Entwicklung der Führerscheinausbildung - 20.2.26

Informatives Gespräch (vlnr.): Wolfgang Dahler, Thomas Dörflinger, Jochen Klima, Michael Heinke. Foto: privat

Bei einem Vor-Ort-Termin in der Fahrschule Herzog kamen am Mittwoch Gastgeber Michael Heinke (Inhaber der Fahrschule Heinke, Bad Buchau und Biberacher Kreisvorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.), Jochen Klima (Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.), Rolf Eisenmann (Inhaber der Fahrschule Herzog) sowie weitere Fahrlehrer mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler und dem CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger ins Gespräch. Hintergrund war der gemeinsame Wunsch der Fahrlehrerschaft, ihre Sicht auf aktuelle Entwicklungen in der Führerscheinausbildung einzubringen, insbesondere vor dem Hintergrund bundesweiter Debatten über Kosten und mögliche Reformen.
 
Im Mittelpunkt stand ein offener Austausch über die Rahmenbedingungen der Ausbildung junger Fahrerinnen und Fahrer. Die Fahrschulen berichteten, dass sie sich zunehmend mit der öffentlichen Wahrnehmung konfrontiert sehen, der Führerschein werde immer teurer. Dabei sei es ihnen wichtig, transparent darzustellen, welche Faktoren die Kosten tatsächlich beeinflussen, etwa gestiegene Fahrzeug- und Versicherungsausgaben sowie höhere Anforderungen in Theorie und Praxis.
 
Ein weiterer Schwerpunkt war die Verkehrssicherheit junger Fahrerinnen und Fahrer. Die Vertreter der Fahrschulen machten deutlich, dass schwere Unfälle junger Menschen vor allem auf Landstraßen passieren. Dörflinger verwies in diesem Zusammenhang auf das landespolitische Ziel, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren. Dieses Anliegen ist auch im Leitgedanken der „Vision Zero“ verankert. Eine solide Ausbildung mit ausreichender Praxis sei dafür entscheidend.
 
Im Gespräch wurde auch die Bedeutung des Theorieunterrichts hervorgehoben. Eine Verschlankung oder stärkere Verlagerung ins reine Selbststudium würde nach Einschätzung der Fahrlehrer nicht zu geringeren Kosten führen, da fehlende theoretische Grundlagen anschließend im praktischen Unterricht nachgeholt werden müssten. Dies würde die Anzahl der Fahrstunden erhöhen und den Führerschein am Ende eher verteuern. Zudem wurde auf aktuelle Prüfungsstatistiken hingewiesen: Viele Fahrschüler bestehen ihre Prüfungen nicht beim ersten Versuch. Da die offiziellen Zahlen prüfungsbezogen erhoben werden und Mehrfachversuche entsprechend mehrfach zählen, wirken die Durchfallquoten höher, als es der individuellen Erfolgsquote entspricht.
 
Ein weiterer Gesprächspunkt war der zunehmende Anteil von Automatikfahrzeugen in der Ausbildung. Automatikmodelle gewinnen im Alltag an Bedeutung und eröffnen neue didaktische Möglichkeiten. Gleichzeitig betonten die Fahrschulen, dass viele berufliche Einsatzbereiche wie Nutzfahrzeuge oder spezielle Einsatzfahrzeuge weiterhin Schaltkompetenz voraussetzen. Die Entwicklung müsse daher sorgfältig beobachtet werden. Digitale Hilfsmittel wie Simulatoren könnten ergänzen, ersetzen aber keine realen Verkehrssituationen auf Landstraße oder Autobahn.
 
Dahler und Dörflinger zeigten großes Interesse an den Einblicken aus der Praxis und bedankten sich für die offenen Schilderungen. Um die Abläufe noch besser kennenzulernen, nahm Dörflinger das Angebot von Rolf Eisenmann an, im Sommer ein Praktikum bei der Fahrschule Herzog zu absolvieren. Zum Abschluss vereinbarten alle Beteiligten, im Austausch zu bleiben. Die Fahrschulen wollen ihre Hinweise gebündelt aufbereiten und der Politik zur Verfügung stellen, damit diese in zukünftige Gespräche und Überlegungen einfließen können.

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Pressemitteilung von Thomas Dörflinger MdL vom 20.2.2026

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