Schwäbische Zeitung Dienstag, 12. Mai 2026 von Schwäbische Zeitung

Dörflinger und Haser werden Staatssekretäre

BIBERACH - Die Region erhält in der kommenden Legislaturperiode mehr Macht. Thomas Dörflinger und Raimund Haser werden Staatssekretäre.

Thomas Dörflinger (56) ist seit zehn Jahren bereits handwerkspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und ebenso lange Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Künftig ist der Abgeordnete als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium auch Mitglied der Landesregierung. „Das neue Ministerium wird künftig auch den Begriff Handwerk im Titel tragen“, sagt er.

Mit dem neuen Amt, dessen Besetzung am Wochenende bekannt wurde, erfülle sich für ihn ein Herzenswunsch. „Ich habe in den vergangenen Jahren immer gerne Handwerkspolitik gemacht“, sagt Dörflinger. Dazu werden für ihn nun eine Fülle weiterer Wirtschaftsthemen hinzukommen. Am Mittwoch erhält Dörflinger zusammen mit den anderen Kabinettsmitgliedern seine Ernennungsurkunde. „Ich freue mich sehr, dass sich Engagement, Fleiß und auch mein Wahlergebnis auf diese Weise ausgezahlt haben.“ Nach seiner Ernennung werde im Wirtschaftsministerium besprochen, wer sich intern künftig um welche Aufgaben und Schwerpunkte kümmert.

Dörflinger rechnet mit einer Fülle neuer Themen, die auf seinem Schreibtisch landen werden. „Der Staatssekretär ist die Nummer zwei nach der Wirtschaftsministerin. Das heißt, man muss in allen Wirtschaftsthemen drin sein.“ Zu seiner neuen Chefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) habe er einen guten, sehr vertrauensvollen Draht. „Das wird die Zusammenarbeit deutlich erleichtern.“

Für seinen Wahlkreis Biberach bedeute die neue Aufgabe, „dass ich meine Termine noch besser takten muss“, sagt Dörflinger. „Mein Zuständigkeitsbereich hat sich jetzt auf das gesamte Land ausgeweitet. Ich werde deshalb mehr und weiter unterwegs sein.“ Nicht mehr alle Termine, die er im Wahlkreis in den vergangenen Jahren wahrgenommen habe, werde er künftig noch machen können. „Aber meine Heimatbasis bleibt der Wahlkreis Biberach, hier will ich nach wie vor präsent sein, weil es mir wichtig ist. Aber es wird eine zeitlich größere Herausforderung.“ Er habe das Glück, dass seine Familie das mitträgt. Verändern wird sich der Alltag auch für den Allgäuer Abgeordneten Raimund Haser (50) aus Immenried, der auch sieben Gemeinden aus dem Landkreis Biberach im Landtag vertritt. Er ist künftig Staatssekretär im Verkehrsministerium.

„Das mag für manche überraschend klingen“, sagt der gelernte Bankkaufmann und Journalist. Schließlich habe er sich nach eigener Einschätzung in den vergangenen Jahren einen Namen eher im Bereich Umwelt, Klima und Energie einen politischen Namen gemacht. „Aber im Verkehr stecken viele dieser Themen drin.“ Haser werden, wie Dörflinger, schon länger Ambitionen auf höhere politische Weihen als die eines Abgeordneten nachgesagt. Und bei den Koalitionsverhandlungen war Raimund Haser Verhandlungsführer für den Bereich Umwelt, Klima und Energie. Dörflinger hatte diese Aufgabe für den Bereich Verkehr inne.

Haser formuliert bereits eine klare Zielsetzung als Verkehrsstaatssekretär: „Die Gesellschaft hat Anforderungen an Mobilität. Und ich will, dass sich jeder Mobilität leisten kann.“ Große Stücke hält Haser auf seine neue direkte Vorgesetzte: seine Parteifreundin Nicole Razavi, seit 2021 Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, im Kabinett Özdemir Verkehrsministerin und damit Nachfolgerin des ausscheidenden Grünen Winfried Hermann. Da sie aus dem Verkehrsbereich komme, sei sie auf dem Gebiet eine „absolute Expertin“.

Persönlich empfindet Raimund Haser seinen politischen Aufstieg auch als Zeichen der Wertschätzung. In seinen bisherigen Aufgaben habe er „offensichtlich mit Fleiß und Einsatz dafür gesorgt, dass man gesagt hat, man kann sich uns vorstellen“. Damit meint er sich und seinen Biberacher Parteifreund Dörflinger. Dieser sieht auch die wichtigen Verkehrsthemen im Kreis Biberach bei Haser in guten Händen. „Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis, und er kennt sich in den Verkehrsprojekten in der Region gut aus“, sagt Dörflinger. Durch Haser werde er weiterhin einen guten Zugang zum Verkehrsministerium haben.

Insgesamt sieht Dörflinger Oberschwaben sowie die CDU in der Region innerhalb der neuen Landesregierung klar gestärkt: Manuel Hagel aus Ehingen als Innenminister, die bisherige Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer (Ulm) als Digitalchefin im Innenministerium und eben Dörflinger und Haser als Staatssekretäre.

„Oberschwaben bekommt schon ein starkes Gewicht, auch wenn wir uns künftig natürlich nicht nur um die oberschwäbischen Themen kümmern werden“, sagt Dörflinger.

© 2026 Thomas Dörflinger MdL

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