Politik mit Humor trifft den Nerv der Bürger - 14.2.21

Bei "Politik und Pointe" sprach Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger, bevor das Duo "Die Hauptkerle"für humorvolle Unterhaltung sorgte. Foto: CDU-Kreisverband Biberach

Politik und Humor vereinten sich bei „Politik und Pointe“ in Schemmerhofen. Reden und Kabarett boten Austausch, Information und Unterhaltung.

SCHEMMERHOFEN - Klare politische Botschaften und humorvolle Momente bestimmten die Veranstaltung „Politik und Pointe“, organisiert vom CDU-Gemeindeverband Schemmerhofen. Die Turn- und Festhalle war vollständig besetzt, was das Interesse der Besucher an einer Mischung aus politischem Austausch, Information und Unterhaltung deutlich machte.

Michael Mast, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Schemmerhofen, begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich über die starke Resonanz. Neben Bürgerinnen und Bürgern war auch CDU-Bundestagsabgeordneter Wolfgang Dahler anwesend.

Im Fokus des Abends stand die Rede des CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger. Gleich zu Beginn betonte er, dass Humor und Ernsthaftigkeit kein Widerspruch seien. Politik müsse den Menschen, so Dörflinger, „aufs Maul schauen“, ihre Sorgen ernst nehmen und praktische Lösungen für alltägliche Probleme bieten.

Dörflinger zog eine Bilanz seiner zehn Jahre im Landtag und hob die Bedeutung des direkten Austauschs mit Bürgern hervor. Politische Arbeit entstehe nicht nur im Parlament, sondern vor allem in Gesprächen vor Ort – in Vereinen, Unternehmen und beim Ehrenamt. Seine Nähe zu den Menschen sei für ihn keine Wahlkampfstrategie, sondern Grundlage seiner Arbeit. Er plädierte für eine Politik mit „Staub an den Schuhen“, die auf Augenhöhe agiere und Verantwortung übernehme.

Inhaltlich sprach Dörflinger Themen wie die aktuelle wirtschaftliche Lage, Bildung und innere Sicherheit an. Viele Menschen, erklärte er, empfänden ihren Alltag als belastender als früher – sei es durch Sorgen um den Arbeitsplatz, Bürokratie oder gesellschaftliche Spannungen. Diese Probleme dürften nicht kleingeredet werden. Gleichzeitig ermutigte er die Zuhörer: Baden-Württemberg sei ein wirtschaftlich starkes Bundesland mit guten Entwicklungsperspektiven.

Ein Schwerpunkt seiner Rede war die Förderung neuer Technologien. Neben etablierten Wirtschaftsbereichen betonte er die Bedeutung von Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Medizintechnik und Robotik. Baden-Württemberg sei hier oft weiter, als es wahrgenommen werde.

Zum Thema Bürokratieabbau fand Dörflinger klare Worte. Seit Jahren werde eine Reduzierung versprochen, komme jedoch in der Praxis nicht an. Wichtig sei, Bürokratie bereits im Entstehungsprozess zu vermeiden. Dafür brauche es mehr Vertrauen in die Bürger und weniger Detailregelungen. Besonders hob er die Bedeutung des Handwerks hervor. Die Verdoppelung der Meisterprämie auf 3000 Euro sei ein bewusstes Signal, um Verantwortungsträger zu unterstützen.
Auch Bildung und Sicherheit wurden thematisiert. Bildung müsse verlässliche Strukturen und gleiche Startchancen bieten, beginnend im Kindergarten. Sicherheit sei eine Grundvoraussetzung für Freiheit. Dörflinger sprach sich für eine gut ausgestattete Polizei aus, die von der Politik geschlossen unterstützt werde.

Zum Abschluss warnte Dörflinger vor gesellschaftlicher Polarisierung und einer zunehmenden Schwarz-Weiß-Sicht auf politische Fragen. Moralische Überheblichkeit und vorschnelle Urteile schadeten dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er warb für mehr Ausgewogenheit, Respekt und eine Politik, die Brücken baue statt Spaltungen zu vertiefen.

Die Zuhörer würdigten die Rede mit anhaltendem Applaus. Im Anschluss übernahmen die „Hauptkerle“, Jörg Weggenmann und Werner Zell, den humoristischen Teil des Abends. Laut Veranstalter nahmen sie mit scharfen Beobachtungen und Witz gesellschaftliche Themen und menschliche Eigenheiten aufs Korn. Dabei sorgten sie regelmäßig für Gelächter und Zwischenapplaus, ohne die Zuhörer vor den Kopf zu stoßen.

Die Veranstaltung „Politik und Pointe“ zeigte laut den Organisatoren, dass sich politische Inhalte und Humor nicht ausschließen, sondern ergänzen können.sz

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Schwäbische Zeitung, Ausgabe Laupheim vom 14.2.2026

Alle Fotos: privat

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